Pro Senectute / Ortsvertretung Lupfig


Pro Senectute ist die grösste private Organisation der Schweiz, die sich in den Dienst der älteren Generation stellt. Möchten sie uns näher kennenlernen? Dann surfen Sie auf unserer Web-Site www.prosenectute.ch. Sie finden dort nützliche Informationen über Dienstleistungen, Kursangebote, Ergänzungsleistungen und vieles mehr.


GEDANKEN ÜBER DAS ALTER

Welche Bedeutung hat das Wort „alt“, wenn man seine sprachliche Herkunft befragt? Die indogermanische Wortwurzel „al“ steht dahinter – und die bedeutet „wachsen“. Keinerlei Negativbedeutung also, keine Abwertung, nichts von „nicht-mehr-dazugehörig“ oder so. Wachsen...... Alt ist das, was gewachsen ist. Modern und frei interpretiert: Alt ist, was bereits einen Reifeprozess mitgemacht hat, was eine Geschichte hat, eine persönliche Biografie. So gesehen kanns also kein Problem sein zu sagen: Ich bin alt. Oder wenigstens: Ich bin schon älter. Ich sage damit einfach: Ich bin schon – äusserlich und innerlich – gewachsen. Tönt doch gut. Oder?

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Man ist so alt, wie man sich fühlt. Der Satz ist oft zu hören – und gegen ihn ist nichts zu sagen. Wenn Kalender und Herz scheinbar nicht übereinstimmen, dann soll das Herz das Sagen haben. Niemand muss dem eigenen Jahrgang mehr Beachtung schenken als dem eigenen Lebensgefühl. Umso mehr, als nirgens verbindlich geschrieben steht, in welchem Alter man sich wie zu fühlen und wie zu benehmen hat. Der Schlüssel zu einem guten Alter liegt nicht zuletzt darin, dass man die Altersbilder im eigenen Kopf zu hinterfragen beginnt.

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Man ist so alt, wie man sich fühlt. Wenn der Satz gebraucht wird, um sich selbst zu erlauben, das zu leben, was einen hier und heute wichtig dünkt – wohlan! Siehe oben. Wenn der Satz aber gebraucht wird, um das Älterwerden aus den eigenen Gedanken zu verbannen – dann ist ein Fragezeichen angebracht. Nicht weil es irgendein Gebot gäbe, sich mit dem Altern zu befassen. Aber weil es erwiesen ist, dass es sich lohnt, sich um Fünfzig mit der nächsten Lebensphase zu befassen. Die Entwicklungspsychologen sind sich mit den Altersforschern einig: Wenn die Aufgaben der Jahre um Fünfzig gut gelöst werden, bestehen gute Chancen für ein gutes Alter. Und was sind – aus Sicht der Entwicklungspsychologie – die Aufgaben der Jahre um Fünfzig? Gelassen werden. Die Sonne scheinen lassen und sich darüber freuen. Zitat aus der Zeitschrift Stern: „ Ein Mensch, der über 50 ist und nicht gelernt hat, zur Ruhe zu kommen, hat etwas falsch gemacht.“ Der Zuwachs an Ausgeglichenheit ist ein wichtiges Geheimnis des Älterwerdens. Er ist möglich – fällt einem aber nicht in den Schoss. Und das ist der Preis, der errungen werden kann: „Im höheren Lebensalter wird eine abnehmende gesundheitliche Befindlichkeit durch ein erhöhtes psychisches Wohlbefinden kompensiert“ (Pasqualina Perrig-Ciello und François Höpflinger).

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Zum Schluss ein Satz aus den „Wahlverwandtschaften“ von Johann Wolfgang von Goethe: „ Jedes Lebensjahrzehnt des Menschen hat sein eigenes Glück, seine eigenen Hoffnungen und seine eigenen Aussichten.“ Es gilt, dieses Glück, diese Hoffnungen und diese Aussichten zu entdecken und zu leben.

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Hompage:
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Kontaktadresse:
Pro Senectute / Ortsvertretung Lupfig
Brigitte Wunderlin
Pestalozzistrasse 12
5242 Birr
Tel: 076 497 04 26

 

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